Wie energieeffizient baut, legt den Energiestandard seines Hauses für die nächsten 55 bis 75 Jahre fest. Das ist keine Übertreibung: So lange dauert es in der Regel, bis eine Gebäudehülle erneut umfassend saniert werden muss. Es lohnt sich also, von Anfang an auf einen hohen Energiestandard zu setzen und erneuerbare Energien einzubeziehen.
Was bedeutet energieeffizient bauen?
Energieeffizient bauen bedeutet, ein Gebäude so zu errichten, dass es so wenig Energie wie möglich verbraucht. Weniger Heizenergie, weniger Wärmeverluste und eine gute Versorgung mit erneuerbaren Energien stehen dabei im Mittelpunkt. Der gesetzliche Rahmen dafür ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Dieses schreibt vor, dass Neubauten heute einen Energiebedarf von maximal 55 Prozent des sogenannten Referenzgebäudes haben dürfen. Das ist bereits ein deutlich strengerer Standard als früher. Wer möchte, kann aber auch noch weitergehen und ein Niedrigenergie- oder sogar ein Passivhaus bauen.
Welche Maßnahmen machen ein Haus wirklich energieeffizient?
Die wichtigsten Stellschrauben beim energieeffizienten Bauen sind die Gebäudehülle, die Anlagentechnik und die Energieversorgung. Diese drei Bereiche hängen direkt zusammen. Ein gut gedämmtes Haus mit schlechter Heizungsanlage ist zum Beispiel trotzdem ineffizient.
Bei der Gebäudehülle geht es um Außenwände, Dach, Boden und Fenster. Gute Dämmung hält die Wärme im Winter drin und die Hitze im Sommer draußen. Dreifach verglaste Fenster und gut abgedichtete Türen reduzieren Wärmeverluste deutlich. Auch Wärmebrücken, also Stellen, an denen besonders viel Wärme entweicht, sollten beim Bau vermieden werden.
Bei der Anlagentechnik ist eine moderne Heizung mit Wärmepumpe, Pelletheizung oder Solarthermie sinnvoll. Auch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ist beim energieeffizienten Bauen inzwischen weit verbreitet. Sie sorgt für frische Luft, ohne dass viel Wärme verloren geht.
Schritt für Schritt zum energieeffizienten Neubau
- Energiestandard festlegen: Entscheide früh, welchen Standard du anstrebst, zum Beispiel KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder Passivhaus. Der Standard beeinflusst Planung, Kosten und Fördermöglichkeiten.
- Energieberater einschalten: Ein zertifizierter Energieberater hilft dabei, den richtigen Standard zu wählen und Fehler zu vermeiden. Bei geförderten Projekten ist die Begleitung durch einen Experten oft Pflicht.
- Gebäudehülle planen: Sorge für eine lückenlose Dämmung von Dach, Wänden, Boden und Fenstern. Vermeide Wärmebrücken bereits in der Planungsphase.
- Heizung und Lüftung wählen: Kombiniere eine energieeffiziente Heizanlage mit einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung.
- Erneuerbare Energien einplanen: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach oder Solarthermie für Warmwasser senken den Energieverbrauch dauerhaft.
- Förderung beantragen: Stelle einen Förderantrag vor Baubeginn, zum Beispiel über die KfW. Seit März 2023 gibt es dafür den Kredit „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“.
Welche Förderungen gibt es?
Beim energieeffizienten Bauen sind Förderungen ein wichtiger Faktor. Die KfW hat ihr Programm „Energieeffizient Bauen“ (Nummer 153) inzwischen durch den Kredit „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ ersetzt. Diesen Kredit kannst du seit dem 1. März 2023 beantragen. Er richtet sich an Privatpersonen die ein neues Wohngebäude errichten oder kaufen. Wichtig: Den Antrag musst du stellen, bevor du mit dem Bau beginnst oder einen Kaufvertrag unterschreibst.
Neben der KfW gibt es weitere Förderprogramme auf Landes- und Kommunalebene. Es lohnt sich, gezielt nach Angeboten in deiner Region zu suchen, da diese je nach Bundesland unterschiedlich sind.
Lohnt sich der höhere Aufwand wirklich?
Ein energieeffizientes Haus kostet in der Regel beim Bau etwas mehr als ein Standardgebäude. Dafür sind die laufenden Energiekosten dauerhaft niedriger. Weil ein Neubau für Jahrzehnte steht, summieren sich diese Ersparnisse erheblich. Dazu kommen steigende CO2-Preise, die konventionelle Energie in Zukunft teurer machen werden. Ein gut geplantes, energieeffizientes Haus schützt dich also auch vor steigenden Energiepreisen.
Veelgestelde vragen
Wat is het Gebäudeenergiegesetz en wat regelt het?
Het Gebäudeenergiegesetz, afgekort GEG, is de Duitse wet die de energienormen voor gebouwen vastlegt. Voor nieuwbouw schrijft het voor dat het energieverbruik niet meer dan 55 procent mag bedragen van een wettelijk referentiegebouw. Zo worden nieuwe huizen steeds zuiniger.
Kan ik als particulier zelf een aanvraag doen bij de KfW?
Particulieren kunnen een aanvraag doen voor het KfW-programma „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“. Het is wel verplicht om dit te doen vóórdat je met de bouw begint of een koopcontract tekent. Een erkende energieadviseur inschakelen is bij de meeste programma’s noodzakelijk.
Wat is het verschil tussen een Niedrigenergiehuis en een Passivhaus?
Een Niedrigenergiehuis verbruikt aanzienlijk minder energie dan een standaard nieuwbouwwoning, maar heeft nog wel een actief verwarmingssysteem nodig. Een Passivhaus gaat nog verder: door uitstekende isolatie, drievoudig glas en gecontroleerde ventilatie met warmteterugwinning is nauwelijks aanvullende verwarming nodig. Een Passivhaus is energiezuiniger, maar vergt ook een nauwkeurigere planning en een hogere investering vooraf.
Hoe lang duurt het voordat de extra investering in energiezuinig bouwen zichzelf terugverdient?
Dat hangt af van de energieprijzen, de gehanteerde bouwstandaard en de grootte van het huis. Over het algemeen geldt: hoe hoger de energieprijzen en hoe beter de isolatie, hoe sneller de investering terugverdiend is. Een exacte terugverdientijd is moeilijk te noemen zonder een concrete berekening op basis van jouw situatie, maar de besparing loopt over tientallen jaren door.



